| Vorsicht vor Google Chrome Vielleicht hat einer von Euch den neuen Google-Browser schon ausprobiert. Ich rate dringend von der Nutzung der Software Google Chrome ab, da sie eine massive Einschränkung der Privatsphäre bedeutet. Zumindest in der Grundkonfiguration.
1.) Jede Adresszeileneingabe wird an einen Google-Server übermittelt. Google ist also in der Lage das Surfverhalten des Users eindeutig zu identifizieren. Möglich macht das die Suggest-Funktion im Browser. Wer wissen möchte was das ist, einfach mal nach googlen.
2.) Was ich noch viel schlimmer finde:
Google hat jedem Chrome-Browser auf dem PC eine eindeutige ID zugewiesen. Die Auswirkungen sollten klar sein. Selbst wenn man sich mit neuer IP ins Internet einloggt, weiß Google wieder, wer Ihr seid.
Die Speicherung dieser sogenannten Client-ID kann zwar verhindert werden, das erfordert aber einigen Aufwand.
Im Hauptverzeichnis von Chrome findet Ihr den Unterordner "User Data". Darin befindet sich unter anderem eine Datei "Local state". Diese Datei ähnelt einer .ini-Datei.
In der Kategorie "user_experience_metrics" findet Ihr eine Stelle der Art:
"client_id": "CDAFD369-A64D-4888-BFD2-61C261AA7300"
Diese kann man einfach durch
"client_id": ""
ersetzen. Speichern. Schreibschutz auf die Datei legen (Rechte Maustaste, Eigenschaften, Attribute, Schreibgeschützt bei Windows Vista), denn sonst wird beim nächsten Aufruf wieder eine neue Client-ID zugewiesen.
3.) Der Browser befindet sich noch in der Entwicklungsphase und ist extrem störanfällig. Seine Bankgeschäfte sollte man darüber keinesfalls abwickeln.
Wenn man zum Beispiel die beiden Zeichen :% eingegeben in die Adresszeile bewirken einen Absturz. (Stand 04.09.08) |